Multiple Pulse



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Stephan-Max Wirth Ensemble
MULTIPLE PULSE
a Tribute to Alice Coltrane

Stephan-Max Wirth - tenor saxophone, soprano saxophone
Jaap Berends - guitar, kora, mbira
Henning Wolter - piano
Bub Boelens - doublebass
Marcel van Cleef - drums
guest
Maria Magdalena Wiesmaier - cello


Das Stephan-Max Wirth Ensemble ist mit der CD "multiple pulse - a tribute to Alice Coltran" nominiert für den "Echo deutscher Musikpreis 2010" in der Kategorie "Ensemble des Jahres".

Spiegel Nr.44 26.10.2009
“…ein kraftvoller Ton der unter die Haut geht.”

Jazzthing
“Er (Wirth) lässt sich weit in die Geschicht zurückfallen, um doch eine Punktlandung in der Gegenwart vorzunehmen.”

Jazzpodium 11/09
“Oberflächlichkeit ist in den CDs des Berliner Saxophonisten nicht zu finden, spannende Ideen um so mehr.”

Jazzthetik 11/09
“…ein Gewinn sowohl für den Jazz als auch für die allgemeine Kunstlandschaft.”

titel MAGAZIN 13.11.2009
CD der Woche
“Es wäre also endlich mal an der Zeit Wirth als das wahrzunehmen, was er in der zeitgenössischen deutschen Jazz-Szene bereits ist: als brillanten Komponisten und Saxophonisten, kurz als großen Musiker.”

 

Am 12. Januar 2007 verstarb Alice Coltrane. Als Pianistin spielte sie in den letzten Formationen ihres Mannes John Coltrane. So sehr mich ihr Tod betroffen machte, so sehr wurde ich gleichzeitig angeregt, mich nochmals intensiv mit ihrer Musik zu beschäftigen.

Mit Alice Coltrane ging ein nonkonformistischer Geist von uns, der nicht zu ersetzen ist. Mit ihrer sehr persönlichen, unangepassten und weiblichen Spielweise durchkreuzte sie in den 70er Jahren die klare männliche Linie der Improvisationskunst, führte die Harfe ein und entwickelte den Jazz insgesamt weiter.

Aus der Vielfalt ihrer Stücke sind mir ganz besonders drei Kompositionen ans Herz gewachsen, die ganz subjektiv für mich eine Art Essenz ihrer Musik bilden -kraftvoll, melancholisch, sensibel, aber auch mit Humor, wie ihre Komposition „Los Caballos“ zeigt, die auf drei verschiedenen Gangarten der Pferde basiert. Diese Auswahl und meine unter dem Eindruck der Musik von Alice Coltrane entstandenen Eigenkompositionen stelle ich auf „Multiple Pulse“ vor. Ganz persönlich widme ich Alice Coltrane das erste Stück: „In Pulse“.

Musik ist ein multipler Puls, von jedem anders empfunden und eine Aussage, die jeden Tag eine andere Sprache spricht. Geheimnisvoll schimmernd und vergänglich wie „Polar Lights“. Jazz zu spielen, bedeutet für Freiheit anzutreten ohne Fallschirm und Sprungnetz, ein musikalisches Statement von Toleranz und Offenheit - jenseits aller Limits unserer reglementierten Welt. That´s „Why we are“. Hierin ist mir Alice Coltrane ein Vorbild.

Zeitgleich mit ihrem Tode meldeten die Nachrichten, dass im Irak bislang 2.000 amerikanische und 300.000 irakische Kriegsopfer zu beklagen waren. Diese Tragödie findet in meiner Komposition „2:300“ musikalischen Ausdruck.

Mein besonderer Dank bei diesen Aufnahmen gilt der Cellistin Maria Magdalena Wiesmaier. Die Instrumente Cello und Saxophon sind dem Klang der menschlichen Stimme am nächsten und schon immer fasziniert mich die Kombination beider Klänge. Es freut mich sehr, dass Maria dem Stephan-Max Wirth Ensemble ihre „Stimme“ für meine Kompositionen „Requiem“ und „Polar Lights“ geliehen hat.

     
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