Das Stephan-Max
Wirth Ensemble tritt in unterschiedlichen Besetzungen auf.
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Stephan-Max Wirth (Komposition/
Tenorsaxophon) 
Stephan-Max Wirth (Komposition/ Tenorsaxophon/ Sopransaxophon)
- schon in jungen Jahren vom Jazz begeistert - erhielt seinen ersten
Saxophonunterricht bei Leszek Zadlo in München. Nach Abschluss
seines Studiums an der Hochschule der Künste Arnheim (NL) bei
Jörg Kaufmann kam er 1995 nach Köln. Von hier aus organisierte
er als Bandleader seines eigenen 1992 gegründeten Ensembles
internationale Tourneen, die ihn u.a. nach Portugal, Polen oder
Griechenland führten. Seit 1999 lebt und arbeitet der Saxophonist
und Komponist in Berlin.
Stephan-Max Wirth erhielt verschiedene Auftragskompositionen für
Theater (u.a. Studiobühne Köln) und arbeitete stets intensiv
an eigenen Projekten. Um seine künstlerische Tätigkeit
unabhängig und kompromisslos verwirklichen zu können,
gründete er 1993 sein eigenes Label BOS.REC., mit welchem er
innovative Projekte auch anderer Jazzkünstler wie Henning Wolter,
Marcus Schinkel, die Kölner Formation „Leisure Minx“
oder Tanja Pannier unterstützt.
Mit seinem Ensemble etablierte er sich unter wechselnden Besetzungen
auf internationalen Jazzfestivals als außergewöhnlicher
Live-Act und spielte unter eigenem Namen bisher neun Alben ein.
1996 entstand nach einem längeren Engagement im Athener Club
„Half Note“ spontan ein Livealbum, das seine Gastspiele
in Griechenland dokumentiert. Mit der Aufnahme „Mythos“
(1997) erweiterte Stephan-Max Wirth das Repertoire der deutschen
Jazzszene, indem er hier als erster Chansons modal reharmonisierte
und mit deutschem Gesang verband. Der Titel der nachfolgenden CD
„Jazzchanson“ (1999) wurde zur Bezeichnung eines Genres,
das in der europäischen Musikwelt heute einen festen Platz
gefunden hat. Unter seinen zahlreichen bisherigen Mitmusikern finden
sich Jens Winther, Kevin Burrell, Thomasz Kupiez, Julia Hülsmann,
Martin Speight, Yuri Yeryomin, Lucien Matheeuwsen, André
Nendza, Eric Schäfer, Christoph Hillmann, Bill Ramsey und Ack
van Rooyen.
Viele Kompositionen von Stephan-Max Wirth bearbeitete der Kölner
Arrangeur Thomas Forkert für Big Band. Dadurch avancierte insbesondere
die Version von „fish and monkey“ zum einschlägigen
Erfolg; das Stück gehört mittlerweile für über
zweihundert Big Bands im gesamten deutschsprachigen Raum zum festen
Repertoire.
2004 veröffentlichte Stephan-Max Wirth mit seinem Ensemble
das Album „Illumination”, das in der einschlägigen
Presse hohe Anerkennung fand. Hier verknüpft er erstmalig Obertongesang
und Modern-Jazz-Harmonik in seinen Kompositionen und schafft damit
eine ungewöhnliche und vielseitige Klangstruktur, die sich
von den multiplen oberflächlich gestalteten „Multikulti“-Projekten
der letzten Jahre abhebt. Für dieses Album erhielt er 2004
den Studioförderpreis des Berliner Senats.
Stephan-Max Wirth bereichert die internationale Jazzszene mit
seinen Eigenkompositionen, gepaart mit außergewöhnlicher
Bühnenpräsenz. Seit Jahren tritt er mit einem Ensemble
auf, das sich aus Musikern zusammensetzt, die wiederum eigene Projekte
und Bands mit unterschiedlichen Ausrichtungen leiten. Die musikalische
Anlage seines Programms ermöglicht allen Mitwirkenden, sich
auf hohem Niveau in die Konzerte einzubringen. Diese Arbeitsweise
bietet einen Nährboden für Genre übergreifende Projekte,
worum es sich auch bei dem Projekt „DADA Republic!“
handelt. Die Idee „Jazz“ auf der Ebene von Ballett und
Film fortzuführen, kann somit als Ergebnis eines kreativen
Arbeitsprozesses angesehen werden, der sich über seine zwanzigjährige
Laufbahn erstreckt. Die DVD/CD “DADA Reublic! Live at JazzFest
Berlin” wurde für die Bestenliste beim “Preis der
deutschen Schallplattenkritik” nominiert.
Aktuell ist Stephan-Max Wirth mit seiner neuesten CD “multiple
pulse / a tribute to Alice Coltrane” auf Tour.

Bene Aperdannier
(Piano) 
Der Pianist Bene Aperdannier
– in Hamm/ Westfalen geboren - gewann 1989 den Wettbewerb „Jugend
jazzt“ in Nordrhein- Westfalen. Von 1989 bis 1995 absolvierte er ein
Jazzstudium an der Hochschule der Künste in Berlin. Er ist Gründungsmitglied
der Formation jazzIndeed, die 1992 den Studiopreis des Senats von
Berlin erhielt. Für das Goethe-Institut tourte er mit dieser Band
durch Syrien und den Libanon und trat u.a. auf dem JVC Jazz Festival
in New York auf.
Mit Cd- Produktionen ist er mit jazzIndeed bei den Labels Traumton
und ACT, mit Dave Binney/ Eric St. Laurent bei BIT, mit Flexkögel
bei Minor Music und mit Jazzanova beim Sonar Kollektiv vertreten.
Neben seinen eigenen Projekten arbeitete er mit Billy Bang, Jean-Paul
Bourelly, Ed Schuller, Matthias Ruegg (Vienna Art Orchester), Paul
Brody, Micatone, Nina Hagen, Maren Kroymann und Udo Lindenberg zusammen.
Außer seiner Arbeit als Pianist arbeitete er ebenfalls in den Bereichen
Film und Bühne. So komponierte er u.a. zu dem Film „Liebe deine Nächste“
von Detlev Buck den Soundtrack und schrieb die Ballettmusik für Maguerite
Donlon vom Staatstheater in Saarbrücken.
Jaap Behrens (Gitarre)

Jaap Berends wurde in Arnheim/
Niederlande geboren. Schon während seines Studiums an der Hochschule
der Künste Arnheim spielte er bereits in zahlreichen Bands und arbeitete
regelmäßig als Studiomusiker. Nach Abschluss seines Studiums 1995
war er Stipendiat des Musicians Institute in Los Angeles (USA), wo
er bei Scott Henderson (Tribal Tech) und Joe Diorio studierte.
1996 kehrte er in die Niederlande zurück, wo er in unterschiedlichen
Bands spielte und seine eigene Produktionsfirma „B-wave Music Productions“
gründete. Er tourte zusammen mit Masha Bijlsma (featuring Benny Baily
und Tony Lakatosh) durch Deutschland und die Schweiz. Konzertreisen
mit dem Duo Jaybeez führten ihn nach England, Thailand und nach Hongkong.
Neben der Produktion zahlreicher CDs und Videoclips (Munich Records)
mit Jaybeez nahm er 2003 sein eigenes akustisches Solo-Album „Shortcuts“
auf (Munich Records).
Im Stephan-Max Wirth Ensemble spielt er u.a. die legendäre Gretch
Country Gentleman E-Gitarre von 1964.
Bub Boelens (Bass)

Bio liegt noch nicht vor
... folgt in Kürze ...
Marcel van Cleef (Schlagzeug)

Marcel van Cleef, in Nijmegen
(NL) geboren begann schon im Alter von zwei Jahren mit dem Schlagzeugspiel.
Mit zwölf war er bereits fester Bestandteil der lokalen Musikszene.
Sein Studium an der Arnheimer Kunst- und Musikhochschule (1991-1997)
schloß er im Meisterkurs mit der Bestnote in der zusätzlichen Konzertreife
ab.
Er entwickelte ein eigens für sein Instrumentarium zugeschnittenes
Solo-Schlagzeug-Programm mit dem er auf zahlreichen internationalen
Festivals vertreten ist. Darüber hinaus gehört er zu den meisst gefragten
Schlagzeugern der Niederlande.
Er ist Mitglied der holländischen Bands Patso und One Warp und spielte
mit dem Henning Wolter Trio insgesamt fünf erfolgreiche CD’s ein.
Großen Bekanntheitsgrad erarbeitete sich Marcel van Cleef auf seinen
Tourneen durch Holland, Belgien, Frankreich, Deutschland und Spanien.
Auf diesen Reisen spielte er u.a. mit Wiro Mahieu, Gerd Dudek, Eric
Vloeimans und Jaap Berends, mit dem er seit mehr als zehn Jahren äußerst
erfolgreich zusammenarbeitet.
Marcel van Cleefs außergewöhnliches Talent begeistert durch brillante
Technik kombiniert mit seinem emotionalen und kreativen Spiel Musiker
und Publikum gleichermaßen.
Michael Carstens (Film-
und Videokunst) 
1972 in Kellinghusen geboren
studierte Michael Carstens in Kiel zunächst Landschaftsentwicklung
und Literaturwissenschaft.
Ab 2002 realisierte er mehrere Kurz- und Dokumentarfilme. Des weiteren
arbeitete Carstens als Videokünstler (VJ) im Bereich elektronischer
Musik zusammen mit LTJ Bukem, Jazzanova, Turntable Rockers, Micatone,
Rockers HiFi, Bigga Bush, Computer Jockeys, Geoff Barrow, Erobique,
DJ KOZE, mojo club, u.a..
2003 drehte er - gemeinsam mit Arnold Stadler - den Essayfilm "Don't
imagine". Seit 2004 entstanden verschiedene Kurzspielfilme ("Wie man
unsichtbar wird", "Die Katze", "kurz vor wort"). Daneben stellte er
Videoarbeiten aus, wie z.B. "Stadt im Traum" in Neumünster.
Seit längerer Zeit setzt er sich intensiv mit Musik auseinander und
realisierte verschiedene Projekte u.a. mit dem Posaunisten Mike Svoboda,
mit Iveta Apkalna, Ansgar Wallenhorst und Paulo Oreni an der Orgel.
Letztere Projekte wurden im Konzerthaus Dortmund aufgeführt.
Mario Schröder
(Choreographie/ Ballettdirektor des
Kieler Balletts) 
Mario Schröder erhielt eine
achtjährige Tanzausbildung an der Palucca Hochschule Dresden bei Prof.
Gret Palucca, Prof. Hans-Joachim Metz und Patricio Bunster. Sein erstes
Engagement trat er 1983 an der Oper Leipzig unter der damaligen Leitung
des Chefchoreographen Prof. Dietmar Seyffert an, wo er bereits zwei
Jahre später zum Solotänzer avancierte. Bis 1999 blieb er, nunmehr
unter der Leitung des Chefchoreographen Uwe Scholz, als erster Solist
beim Leipziger Ballett. Darüber hinaus absolvierte er ein Studium
als Choreograph an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst und
Regie „Ernst Busch“. 1999 wurde er als Ballettdirektor und Chefchoreograph
an das Mainfranken Theater Würzburg berufen, bevor er mit der Spielzeit
2001 / 2002 in gleicher Funktion nach Kiel kam.
Mario Schröder schuf bisher weit über 50 Choreographien und wurde
für seine choreographische Arbeit mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit
Förderpreisen für Choreographie und dem 1. Preis für Choreographie
beim Internationalen Choreographenwettbewerb in Hannover. Dreimal
wurde er als bester Nachwuchschoreograph bei der Kritiker-Umfrage
der Zeitschrift „ballettanz“ benannt und war 2002 Preisträger des
Rotary-Kulturpreises Würzburg. Choreographisch arbeite Mario Schröder
u. a. mit Ruth Berghaus, Maxim Dessau, Nikolaus Lehnhoff und Uwe Scholz.
Inhaltlicher wie formaler Ausgangspunkt nahezu aller Choreographien
Mario Schröders ist das Anliegen mit dem Körper eine Geschichte zu
erzählen, wobei der thematischen Vielfalt keine Grenzen gesetzt sind.
Eine Konstante in Schröders choreographischen Schaffen ist dabei die
Auseinadersetzung mit dem Begriff der Vision als einem unabweisbaren
künstlerischen „Credo“, aus der u.a. die Ballettabende „Jim Morrison
– König der Eidechsen“, „Der Traum des Vincent Van Gogh“ und „Goldmund
oder die Gier nach Leben“, zu welchem Bernd Wilden eigens ein orchestrales
Werk schuf, hervorgegangen sind. Aber auch individuelle Apokalypsen,
wie in dem das „Medea“ –Motiv aufgreifenden Ballettabend „Requie_M“
zur Musik W.A. Mozart oder gesellschaftlicher Utopien wie in „The
Wall“ nach Roger Waters (vormals Pink Floyd) gehören zum thematischen
Spannungsfeld seiner künstlerischen Arbeit.
Ästhetisch hat Mario Schröder sich eine stilistische Bandbreite erarbeitet,
die der klassisch wie modern gleichermaßen hervorragend ausgebildeten
Compagnie, eine enorme stilistische Vielfalt abverlangt. Außerhalb
schablonisierter Begrifflichkeiten bewegt sich das Ballett Kiel souverän
in einer zeitgenössischen Tanztheatralik, die Athletik und Emotion
gleichberechtigt miteinander verbindet.
Julia Hülsmann (Piano)

Die Pianistin Julia Hülsmann
kombiniert geschmackssicher verschiedenste Einflüsse: Der Impressionismus
eines Maurice Ravel, die Pop-Musik von Sting, die Jazz-Klavier-Tradition
von Monk bis Hancock und darüber hinaus.
Julia Hülsmann - 1968 in Bonn geboren - erhielt mit 11 Jahren den
ersten (klassischen) Klavierunterricht. Mit 16 gründete sie ihre erste
Band, für die sie schon eigene Stücke schrieb.
1991 zog sie nach Berlin und begann ihr Studium an der Hochschule
der Künste. (Studium Diplommusikerziehung - Jazzpiano bei: Walter
Norris, Aki Takase, Prof. Sigi Busch, Prof. David Friedman, Prof.
Jerry Granelli, Prof. Kirk Nurock) Während diese Studiums hatte sie
die Möglichkeit in Workshops mit vielen Musikern in Kontakt zu kommen
(Bill Dobbins, Mathias Rüegg, John Taylor, Anthony Cox, Jane Ira Bloom
u.a.).
1992 wird sie in die Konzertbesetzung des Bundesjugendjazzorchesters
(BuJazzO) unter der Leitung von Peter Herbolzheimer aufgenommen. Nach
Abschluss ihres Studiums 1996 arbeitet sie seit 1997 mit dem Julia
Hülsmann Trio und spielt Konzerte in Clubs und auf Festivals in Deutschland
(z.B. Potsdamer Jazzfestival, Bonner Jazz-Weekend, Thüringer Jazzmeile)
Ende 2000 veröffentlicht sie ihre Debüt-CD: Hülsmann, Muellbauer,
Winch: "Trio" beim BIT-Verlag im JazzHaus-Vertrieb.
1999 erhält Julia Hülsmann ein Stipendium des Berliner Senats mit
dem sie Anfang 2000 einen Studien-Aufentalt in New York finanziert.
Dort hat sie Unterricht bei Richie Beirach, Maria Schneider, Gil Goldstein
und Jane Ira Bloom. Außerdem lernt sie dort bei einem Konzert Rebekka
Bakken kennen, mit der sie ein Jahr später eine fruchtbare Zusammenarbeit
beginnt. Sie vertont Gedichte von E.E. Cummings und veröffentlicht
die CD Julia Hülsmann Trio with Rebekka Bakken: Scattering poems bei
dem renommierten Münchener Label ACT im Januar 2003, für die sie den
German Jazz Award (über 10.000 verkaufte Exemplare) erhält.
Seit Januar 2003 ist Julia Hülsmann Dorothea Erxleben Stipendiatin
an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Im Rahmen dieses
2-jährigen Stipendiums komponiert sie u.a. ein Stück für Streichorchester
und Klavier und hat zusätzlich hier einen Lehrauftrag.
2004 erscheint die CD Julia Hülsmann Trio with Anna Lauvergnac: Come
Closer, das Randy Newman Projekt, wieder bei ACT mit Frühjahrs - und
Herbsttour. Im Sommer 2004 wird Julia Hülsmann eingeladen für das
Grabenfest in Wien ein Stück zu komponieren. Im Juni 2004 wird das
Stück “Drei Farben weiss”, eine Suite mit 5 Sätzen, in Wien mit der
Gastsängerin und Texterin Anna Lauvergnac uraufgeführt.
Julia Hülsmann hat seit 2001 einen Lehrauftrag an der Universität
der Künste Berlin und gibt seit 2003 Kompositions-Workshops an der
Hochschule für Musik und Theater Hannover.
Frank Wingold (Gitarre)

Frank Wingold studierte am
renomierten Hilversums Conservatorium Jazz und klassische Gitarre.
Heute lebt er in Köln, wo er seit 1993 als Leiter und Mitglied
verschiedener Ensembles sowie als Komponist aktiv ist.
Er ist Dozent für Jazzgitarre an der Musikhochschule Saarbrücken.
Er kombiniert klassische mit jazz- und rockorientierten Spieltechniken
auf akustischen wie elektrischen Gitarren, um damit eine eigene
Improvisations- und Kompositionssprache zu entwickeln. Einflüße
sind das klassische Gitarrenrepertoire des 20. Jahrhunderts, die
Jazztradition und -moderne, die Rockgeschichte, elektronische Musik
und Musiken osteuropäischer und orientalischer Kulturen.
Sein Quartett hat er 2005 sowohl live als auch mit der CD `Clairvoyance´
vorgestellt. Die Veröffentlichung wurde in der einschlägigen
Musikpresse sehr positiv und zahlreich besprochen.
Sein Trio agog gewann 2002 die `Dutch Jazz Competition´ auf
dem North Sea Jazz Festival. 1993 gewann das Trio den `Europe Jazz
Contest´ in Brüssel. Frank Wingold erhielt dort auch
den `Preis für den besten Solisten´. 2004 wurde die CD
´Meltdown´, die ein von Frank Wingold komponiertes und
arrangiertes Repertoire enthält, gemeinsam mit dem Streichquartett
`zapp´ veröffentlicht,. Es folgte eine umfangreiche Tournee
durch Deutschland und die Niederlande mit u.a. Konzerten auf der
MusikTriennale Köln und auf dem Altstadtherbst, Düsseldorf.
Außerdem ist er Mitglied der bekannten Formation Underkarl,
eines der aktivsten europäischen Ensembles, welches regelmäßig
in Deutschland und im Ausland tourt. Seit 2003 veröffentlicht
Underkarl auf ENJA.
Mit der Band Leisure Minx realisiert er nicht nur als Komponist
und Gitarrist, sondern auch als Produzent zeitgemäße
Popmusik.
Shraeng, ein Duo mit dem Gitarristen Ralph Beerkircher, widmet
sich zeitgenössischer klassischer Musik auf elektrischen Gitarren,
u.a. von Karlheinz Stockhausen und John Cage. Die Komponisten Moritz
Eggert, Theodor Pauß, Sandeep Bhagwati und Karola Obermüller
haben bereits Werke für dieses Duo komponiert.
Mit diesen Bands und als Sideman und Komponist vieler anderer Formationen
veröffentlichte er zahlreiche CD´s und ist regelmäßig
auf Festival- und Clubbühnen in Deutschland und dem europäischen
Ausland zu hören. Des weiteren Festivalauftritte in Russland,
den USA und Mittelamerika.
Daneben Komponist und Musiker zahlreicher Hörspielproduktionen,
Theatermusiken, zeitgenössischen Opern und modernem Musiktheater.
Komponist eines Beitrags zum `Pop-Aid´ Projekt 2005, initiiert
von Moritz Eggert und aufgeführt in der Akademie der Künste,
München und auf dem Altstadtherbst, Düsseldorf. 
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„Mitreißender
Mix“ Zwischen Jazz und Rock:
Südkurier - 28.03.2006

Stephan-Max Wirth Quartett
( Konzert in Villingen-Schwenningen am 25. März 2006)
Oft gilt ja der Prophet im eigenen Lande wenig. Das trifft auch
auf den Saxofonisten Stephan-Max Wirth zu: Aufgewachsen in Tettnang
zog es ihn - wie viele junge Musiker - zum Studium nach Holland
und dann weiter nach Berlin, wo er seit einigen Jahren mit ausgefallenen
Ideen und Projekten aufhorchen lässt, während er in seiner Heimatregion
nur selten zu hören ist. Am Samstagabend präsentierte der 37-jährige
Bläser sein Quartett im Villinger Jazzkeller und begeisterte
die zahlreichen Zuhörer mit einem packenden musikalischen Gebräu
aus Jazz und Rock und Weltmusik. Am Drumset sitzt mit Marcel
van Cleef ein Holländer, der nicht nur in seinem Heimatland
äußerst gefragt ist und in Rockbands ebenso selbstverständlich
spielt, wie in Jazzformationen. Der Berliner Stefan Weeke ist
ein vielseitiger Bassist, der im Jazzkeller eine akustische
Bassgitarre mit ungewöhnlich warmem Sound erzeugt. Anstelle
der angekündigten Pianistin Julia Hülsmann ist der holländische
Gitarrist Jaap Berends dabei, dessen Improvisationsfreude an
diesem Abend kaum zu bändigen ist. Stephan Max Wirth ist der
Impulsgeber und Komponist dieser Musik, die voller Dynamik steckt
und an die ungestümen Bands erinnert, die Ende der 60er Jahre
die Grenzen zwischen Jazz und Rock auszuloten versuchten. Durchweg
bleibt sehr viel Raum für Improvisationen, die von den vier
Musikern spannungsgeladen und engagiert umgesetzt werden. Und
hier kommt vor allem Gitarrist Berends zum Zuge, dessen erstaunliche
Virtuosität aufhorchen lässt. Ingesamt präsentiert das Quartett
ein Feuerwerk an eigenständigen Klängen. Kein Wunder, dass das
begeisterte Publikum die Musiker erst nach einer langen Zugabe
nur wehmütig entließen. (Friedhelm Schulz)
„Verschwende deinen Gestus“
Jazzthing - 11/ 2004 – 01/ 2005 
Manchmal machen Musiker
einen Quantensprung: Schon „Fish & Monkey“, die letzte Platte
vom Stephan-Max Wirth Ensemble – in komplett anderer Besetzung
– war erstaunlich gut, aber auf „Illumination“ (Bos/Jaro), der
neuen, klingt das SWE wirklicher leuchtet. In langen Eigenkompositionen
lassen sich die sechs Musiker viel Zeit, um Magie zu erzeugen.
Basis des Sounds sind Julia Hülsmann am Fender Rhodes, sowie
der Gitarrist Frank Wingold, einigen vielleicht von Underkarl
bekannt. Die Musik erinnert an Alice Coltranes beste Platten
aus den frühen Siebzigern und natürlich an die vielen Live-Doppelalben
von Miles Davis aus eben dieser Zeit. Julia Hülsmann entspräche
dann Herbie Hancock – oops. „Das haben mir schon viele gesagt,
dass sich das so anhört“, meint Wirth „ aber ich muss sagen,
dass ich den elektrischen Miles kaum höre. Vorbild für mich
ist eher eine Platte wie Joe Hendersons „Multiple“ oder die
Sachen, die Isaac Hayes in den Siebzigern gemacht hat.“ Und
das trifft´s dann wirklich – natürlich nicht im wörtlichen Sinne.
Denn es ist immer noch mehr oder weniger Modern Jazz, was das
SWE hier spielt, aber der verschwenderische Gestus, den Hayes´
Platten wie „Hot Butterde Soul“ auszeichneten, der wird eben
auch auf „Illumination“ verströmt. „Von Julia Hülsmann am Fender
Rhodes bin ich auch hin und weg“, kann Wirth sich begeistern.
„Dabei ist es nur ein geliehenes Instrument, aber eben brillant
eingestellt. Diese wabernden Sounds, die macht Julia, glaube
ich, mit dem Boost-Hebel. Frank Wingold kenne ich schon lange,
er ist ja mit Martina Gassmann befreundet, die Backing Vocals
beisteuert.“ Die hohe Qualität der Wirthschen Musik hat nun
auch der Berliner Senat erkannt: Er wählte das SWE für die Projektförderung
Jazz 2004 aus. Nun können wir uns darauf freuen, die hypnotischen
Soundscapes bald auch live auf der Bühne zu erleben. Einen Vorgeschmack
gibt der Video-Bonus-Track, der auf „Illumination“ enthalten
ist. (Rolf Thomas)
„Viel Melancholie im Ton – klar,
gelassen, nachhaltig“ - Südwestpresse
Reutlingen, 24.11.2004 
Konzert/ Stephan-Max
Wirth Ensemble im Jazzclub „Mitte“, Reutlingen
Ein verrückter Haufen: Der Berliner Saxofonist Stephan-Max Wirth
betrat mit einem orangefarbenen Kleid die Bühne des Reutlinger
Jazzclubs „Mitte“. Ebenso abgefahren wie das Outfit gestaltet
sich dann der Auftritt, der zu einer eindrucksvollen Leistungsshow
geriet. Sein „King Super 20 Silver Sonic“-Tenorsaxofon klingt
stets abgeklärt, cool und gleichzeitig überschäumend kraftvoll.
Fast scheint es, als spiele er Variationen des immergleichen
Grundmotivs, doch wer das mit Langeweile verwechselt, hat Stephan-Max
Wirth noch nie offene Ohren geschenkt. Polyrhythmische Strukturen
und dynamische Feingliederungen, balladeske Exkurse und Momente
der Reduktion verschaffen den Kompositionen dieses Ensembles
eine intensive Dramaturgie. Die Eigenkompositionen des neuen
Albums „Illumination“ wirken komplex, manchmal sperrig, dann
wieder sehr melodiös. Melancholie schwingt in ihnen mit, selten
auch Tristesse. Bernd Heizler am Bass und der Holländer Marcel
van Cleef am Schlagzeug ertasten einen Rhythmus, den sie nur
andeuten. Henning Wolter stößt am Klavier selbstbewusst in die
Freiräume, füllt sie mit einem feinen, manchmal auch expansiven
Ton. Und über alldem liegt Wirths Tenorsaxofon – so vielschichtig,
so klar und gelassen wie nur wenige im deutschen Jazz. Hartnäckigkeit
zeichnet seine Musik aus. Sie ufert nicht aus, sondern arbeitet
sich präzise und nachhaltig an ihrem Kern, ihrer Seele ab. Kompositionen
wie „November Morning“ oder „Lisboa“ sind vielschichtig und
faszinieren, gerade weil sie merkwürdig und sperrig sind. Kein
leichtes, ein den Hörer forderndes, aber fraglos lohnendes Konzert.
Der Beifall in der „Mitte“ viel dementsprechend aus.
„Spannungsreiche Interpretationen“
Laut.Stark, 6.11.2004 
Dem Genre „Modern Jazz“
innovative Aspekte hinzuzufügen, gelingt heutzutage nur wenigen
Jazzmusikern. Zu historisch, zu ausgelotet und zu tradiert erscheint
diese in der Nachkriegszeit begründete Spielart des Jazz, die
in den 70er Jahren zu großen Ehren gelangte, als die Elektronik
Einzug in das Equipment von Herbie Hancock, Miles Davis und
vielen anderen hielt. In der risikofreudigen Tradition dieser
70er wurzelt auch „Illumination“, das 2004er Album des Stephan-Max
Wirth Ensembles. Zusätzlich zur Standardbesetzung Bass, Drums,
Gitarre und Rhodes sorgt auf „Illumination“ vor allem der Obertongesang
von Simon Jakob Drees für Aufsehen. In einem folkfreien Jazz-Kontext
fast einzigartig, entfaltet seine Kehlkopfkunst eine faszinierende
Atmosphäre. Sitar- und Uduklänge runden das ereignisreiche Hörerlebnis
ab. Obwohl sich das Gesamtkonzept – bis auf Sitar, Udu und Obertongesang
– recht herkömmlich präsentiert, hält das Stephan-Max Wirth
Ensemble den traditionsreichen Modern Jazz im neuen Jahrtausend
quicklebendig. Mit aussagekräftigen Themen, in Aufbau und Intensität
spannungsreichen Improvisationen und elegant strukturierten
Arrangements überzeugen sie auf CD ebenso wie live. Mit von
der Partie ist neben der aufstrebenden Pianistin Julia Hülsmann,
die letztjährig mit „Scattering Poems“ (in Zusammenarbeit mit
Rebekka Bakken) einigen Staub aufwirbelte, auch Bassist Stefan
Weeke, der mit der Jazzformation „Tricolor“ bereits auf sich
aufmerksam machte.
Der Weg ist beim Stephan-Max Wirth Ensemble
das Ziel
Kieler Nachrichten, 9.11.2004 
Der Weg ist beim Stephan-Max
Wirth Ensemble das Ziel: Auf einem gemeinsam vorgestellten Thema
aufbauend, setzt jeder der Akteure feine Akzente, zieht eigene
Bahnen, um schließlich wieder ins Bandgefüge zurück zu finden.
Der 36-jährige Bandleader am Tenorsaxofon nutzt in den Eigenkompositionen
den gebotenen Raum für die ganze Bandbreite von Stimmungen,
mal mit weichem, sehnsüchtigem Ton (Illumination), mal rauchig
oder herrlich schräg (Seven). Julia Hülsmann glänzt am Fender
Rhodes mit wabernden Sounds, während Frank Wingold (Gitarre,
Sitar), Stefan Weeke (Bass) und Marcel van Cleef an den Drums
für weitere geschichtete Klangflächen sorgen. Modern Jazz, der
an Isaac Hayes oder die Miles Davis-Platten der frühen Siebziger
erinnert und doch völlig eigenständig bleibt. Am 24. November
übrigens gastiert das SWE live im Luna.
Modern Jazz mit Profil
Der Schallplattenmann, 15.11.2004 
Ob einem beim Hören
von „Illumination“ gleich die Erleuchtung ereilt, wie man aufgrund
des Titels hoffen könnte, darf bezweifelt werden. Nichtsdestotrotz
ist das siebte Album des Tenorsaxophonisten eine spannende Angelegenheit:
Durchdrungen vom Geist der 1970er Jahre, aber eigenständig genug,
um angenehm aus dem Rahmen zu fallen. Außergewöhnlich ist natürlich
der Obertongesang von Simon Jakob Drees, der lautmalerisch eingesetzt
wird wie ein Instrument und den man (oder zumindest ich) in
einem jazzigen Kontext noch nicht gehört hat. Die Pianistin
Julia Hülsmann, bekannt u.a. durch ihre Zusammenarbeit mit Rebekka
Bakken, bereichert mit ihrem Fender Rhodes den Gesamtsound enorm:
Funky grooves und meditative Lautmalerei, dazu eine kreative
Rhythmusgruppe und die schmissigen Themen des Bandleaders. Kluge
Kopfarbeit, aber der Bauch hat Vorfahrt.
Lang erwartet: Stephan-Max Wirth „Illumination“
Web.de, 14.11.2004 
Das lange Warten hat
ein Ende. Stephan-Max Wirth, europaweit bekannt durch seinen
unverwechselbaren Tenorsound, hat eine neues Jazzalbum veröffentlicht.
„Illumination“ heißt die Scheibe, die ausschließlich mit Eigenkompositionen
des Bandleaders aufwartet.
Die Klangkaskaden seiner Soli fordern in Rhythmus und Dynamik
seine Mitmusiker zu Höchstleistungen heraus. Diese nehmen den
Spielball gerne auf, verfügen sie doch alle selbst über Erfahrungen
als Bandleader. Und so füllen sie sich auftuende musikalische
Freiräume mit unterschiedlichsten Attitüden.
Das sich Stephan-Max Wirth bei diesem Projekt wohl fühlt, ist
fast schon hörbar. Doch es ist auch kein Wunder, denn Idee und
Realisierung lag in einer Hand. In seinem Kopf entstand auch
die Vorstellung, Obertongesang als zusätzliche Komponente in
die Harmonisierung mit einzubeziehen, was Simon Jakob Drees
mit Leben erfüllt.
Als Gäste sind zu hören die Sängerin Martina Gassmann – bekannt
durch ihre tiefe Soulstimme, die an die 70er Jahre erinnert
– und Percussionist Eddy Chichosz.
Übrigens wurde das Album von der Berliner Senatsverwaltung für
Wissenschaft, Forschung und Kultur für die Projektförderung
Jazz 2004 ausgewählt. Viele Ansatzpunkte, die die betreuende
PR-Agentur zu dem Fazit führte: „Mit dieser CD gelingt dem Stephan-Max
Wirth Ensemble ein Meisterstück, das keine Kompromisse eingeht.
Die Kompositionen: Perfekte Passpartouts – die Instrumentalisierung:
Die beste Grundierung – die Musiker: Fantastische Farbspiele
– der Gesamtklang: Ein Firnis, der alles in besonderem Glanz
erleuchten lässt – Illumination pur!“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Stephan-Max Wirth Ensemble: Illumination
Jazzzeitung, 12/04 
Im Ensemble mit erstklassigen
und auch selbst führenden Bandleader/-innen (u.a. Julia Hülsmann,
Simon Jacob Drees, Marcel van Cleef oder Stephan Weeke) fächert
Stephan-Max Wirth mit Eigenkompositionen wieder einmal einen
völlig anderen Jazz auf. Das klingt diesmal schwerelos, wenn
auch nicht freiräumig. Stephan-Max Wirth und Kollegen bleiben
schon in den Bahnen, die Wirths Kompositionen vorgeben, komischerweise
ergibt es sich im Zusammenspiel dann doch, dass jeder der ihn
begleitenden Musiker sein Können, seinen Stil und seine Improvisation
einbringt. Wie jene mit ihren Instrumenten dem Wirth`schen Tenorsaxophon
folgen ohne hörig zu sein, mutet direkt sagenhaft an. Ja, das
Stephan-Max Wirth Ensemble vermittelt musikalische Farben und
wenn ein Album schon illuminierend sein soll, dann kann man
sich mit dem vorliegenden Farbton des Stephan-Max Wirth Ensembles
bestens arangieren. Saxophon-Jazz ohne Zwang. Ungeheuerlich!
Stephan-Max Wirth: Illumination
Jazzthetik, Dez 04/ Jan 05 
Stephan-Max Wirth ist
ein Phänomen, immer wieder gut für Überraschungen, das eine
zu tun und das andere aber auch. Vor einer Dekade schon nahm
der in Tettnang geborene, nunmehr in Berlin lebende Saxofonist
deutsche Songs als Grundlage bopiger Jazzimprovisationen im
60er-Jahre-Stil, später französische Chansons unter seine Fittiche.
Auf „Illumination“ einem neuen Streich wider die Borsten des
Gewohnten, hat er sich erneut auf die 60er Jahre geworfen –
diesmal aber auf jene Zeit, in der Miles Davis seine frühelektronischen
Exkursionen wagte. In der Tat hält sich Wirth nicht nur in der
zeitlichen Ausbreitung an die „Elektroklassiker“, er hat zudem
seinen Shorter gut studiert. Und auch seine Mitmusiker – insbesondere
„die gehypte Hip der Jetztzeit“, Pianistin Julia Hülsmann an
den Fender Rhodes, Basser Stephan Weeke und Gitarrero Frank
Wingold – stehen stilistisch eng zu den Helden des frühen Jazzrock:
und diesen wenig nach. Ähnlich wie zu Originalzeiten ziehen
die Musiker lange Außenbahnen, Spielfreude und das Spiel miteinander
stehen im Vordergrund. In der Aufbruchsstimmung der Endsechziger
versuchte es ja auch so mancher mit der Hinwendung gen Osten.
Klar, dass eine Sitar auch auf Illumination freundlich Hallo
sagt. Freilich wäre Wirth nicht Wirth, wenn er mit dem Kehlkopf-
und Obertonsänger Simon Jakob Drees nicht ein besonderes Schmankerl
aufzubieten hätte. Perfekt in den Gesamtsound integriert, sorgt
dieser nicht nur für ein exotisches Moment, sondern kann den
sich zuweilen in alle Himmelsrichtungen gleichzeitig entwickelnden
Stücken durchaus einen persönlichen Stempel aufdrücken. Wirth
selbst lässt es technisch und musikalisch an nichts fehlen,
steuert zudem eine persönliche , sehr melodisch-charmante Note
zum Gelingen bei – seine große Stärke: Etwas Bekanntes zu nehmen,
es zu bewahren und eine kleine Nuance zu verändern.
„Von musikalischer Neugierde getrieben“
Kreuzer Leipzig, 11/2004 
(...) Von vergleichbarer
musikalischer Neugierde getrieben scheint der von Berlin aus
agierende Saxofonist Stephan-Max Wirth. Er bereichert sein Ensemble
– bestehend aus gestandenen Musikern der deutschen Szene – durch
exotische Klangfarben wie Obertongesang oder Sitar. Ein bisschen
erinnert „Illumination“ (Bos.Rec) dann an die Fusion-Welle der
70er Jahre – vor allem während der vorhanden Länge des Albums.
Insgesamt gelang Wirth jedoch eine bemerkenswerte CD, die mit
ihrem Groove und ihren Ideen eine Ahnung von der starken Live-Präsenz
des Stephan-Max Wirth Ensemble vermittelt. Interessanter frische
Jazz aus Deutschland.
Stephan-Max Wirth Ensemble: Illumination
Rondo, 06.12.2004 
Die CD heißt „Illuminatin“,
die Besetzungsliste umfasst unter anderem neben einem Kehlkopfsänger
einen Sitar-Spieler, und auf der Hülle hüpft der Bandleader
mit einem roten Derwischgewand samt Saxofon durch eine Dünenlandschaft.
Alles klar, lautet sofort das Verdikt, das wird jetzt sehr esoterisch.
Doch weit gefehlt: die Musik des Stephan-Max Wirth Ensembles
ist kein jämmerlich glimmendes Räucherstäbchen, sondern ein
mächtiges bengalisches Feuer. Wirth hat sein Zelt unweit der
Ashrams von Sun Ra, Pharaoah Sanders und Return to Forever aufgeschlagen,
dort predigt er seine Glaubensgewissheit mit einem eigenen spitzen
Tenor-Ton, dem man bisweilen auch ein unfrommes Gekichere entnehmen
kann. Das ist verständlich. Denn der Spaß – und nicht die blasierte
religiöse Erleuchtung – steht bei „Illumination“ im Vordergrund.
Man mag es dem Videoclip entnehmen, der der CD eingebrannt ist.
Dort wird zum Space-Funk des Ensembles heftig kryptoindisch
getanzt. Man darf sich aber auch über die musikalische Werthaltigkeit
des Tonträgers freuen. Wirth hat nämlich eine tolle Kommune
im Studio versammelt: Julia Hülsmann, die dem Fender Rhodes
die Chick-Corea-Töne beibringt, Frank Wingold, der der E-Gitarre
überirdische Sphären-Sounds aus den Bünden schüttelt, schließlich
Stefan Weeke und Marcel van Cleef, die als Kontrabass-Schlagzeug-Gespann
entspannt die Kirche im Dorf lassen. Ach ja: Sitar und Kehlkopfgesang
passen sich übrigens perfekt in den ausgelassenen Jazzrock ein.
Darauf ein dreifaches Om-Om-Hurra.
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